Wie die Bahá’í World News Service berichtet, kamen Ende Februar über 70 Menschen unterschiedlicher religiöser und gesellschaftlicher Hintergründe nahe der heiligen Stätte in Bahjí in Israel zusammen. Die Begegnung rund um die Ayyám-i-Há-Tage zeigt eindrucksvoll, wie in Zeiten von Unsicherheit Hoffnung, Zusammenhalt und ein neues Miteinander entstehen können.

Die Bahá’í World News Service schildert in ihrem Beitrag „Fostering hope and fellowship amid uncertainty“, wie sich am 25. Februar Menschen jüdischen, muslimischen, christlichen, drusischen und weiterer Gemeinschaften in der Nähe des Schreins Bahá’u’lláhs in Bahjí versammelten. Bahjí liegt im Norden von Israel, unweit der Stadt Akká, und ist einer der heiligsten Orte des Bahá’í-Glaubens.
Im Zentrum dieses Ortes befindet sich der Schrein von Bahá’u’lláh, dem Stifter der Bahá’í-Religion. Er ist die letzte Ruhestätte Bahá’u’lláhs und gilt für Bahá’í weltweit als der heiligste Punkt auf Erden – ein Ort des Gebets, der Besinnung und der geistigen Ausrichtung. Die umgebenden Gärten sind sorgfältig gestaltet und symbolisieren Schönheit, Harmonie und die Verbindung zwischen äußerer und innerer Welt. Für viele Besucher wird der Ort zu einer Quelle von Ruhe, Inspiration und geistiger Erneuerung.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Ayyám-i-Há-Festes statt – einer Zeit im Bahá’í-Kalender, die der Gastfreundschaft, Großzügigkeit und dem Dienst an der Menschheit gewidmet ist. Sie brachte lokale Amtsträger, Künstler, Pädagogen sowie Bewohner aus ‘Akká, Haifa und umliegenden Orten zusammen. In einer Region, die von Spannungen und Unsicherheiten geprägt ist, entstand so ein Raum der Begegnung, getragen von Gebeten, heiligen Texten und Musik.
Ein zentrales Motiv des Abends war die Erkenntnis, dass Hoffnung kein abstraktes Gefühl ist, sondern eine aktive Haltung. Eine Teilnehmerin formulierte es prägnant: Hoffnung sei ein Verb – etwas, das Menschen gemeinsam erschaffen. Diese Perspektive zog sich durch viele Beiträge des Abends und verdeutlichte, dass Hoffnung insbesondere dort wächst, wo Menschen miteinander in Beziehung treten.
Die Begegnung war Teil einer Reihe von Zusammenkünften, die seit Ende 2023 stattfinden und Freundschaften sowie geistige Verbundenheit zwischen den vielfältigen Bevölkerungsgruppen der Region fördern. Auch historische Verbindungen wurden hervorgehoben: Vertreter der drusischen Gemeinschaft erinnerten an langjährige Beziehungen zu den Bahá’í, die bis in die Zeit Bahá’u’lláhs zurückreichen.
Viele Stimmen des Abends betonten, dass Frieden nicht allein durch politische Prozesse entsteht, sondern durch zwischenmenschliche Beziehungen. Liebe, Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis wurden als grundlegende Bausteine für gesellschaftliche Entwicklung hervorgehoben. Selbst kleine Gesten – ein Lächeln, ein Gespräch, ein Moment echter Begegnung – können bereits Veränderung bewirken.
Die besondere Atmosphäre von Bahjí verlieh diesen Erfahrungen zusätzliche Tiefe. Die äußere Schönheit der Gärten erinnerte viele Teilnehmer an die innere Würde jedes Menschen. Daraus erwuchs eine Hoffnung, die in der Überzeugung gründet, dass das Gute im Menschen vorhanden ist und durch gemeinsames Handeln gestärkt werden kann.
Der Bericht macht deutlich: Solche Begegnungen sind mehr als einmalige Ereignisse. Sie werden für viele zu einem Ort des Ankommens – zu einem Gefühl von Heimat. In ihnen zeigt sich, dass ein gemeinsames Streben nach Frieden und Einheit konkrete Formen annehmen kann, selbst in Zeiten großer Unsicherheit.
Der vollständige Originalartikel lädt dazu ein, diese Eindrücke und Stimmen noch vertiefend nachzulesen und sich inspirieren zu lassen, wie Hoffnung im eigenen Umfeld gelebt werden kann.
